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Schmidt: „Wer Wölfe will, der darf das Raubtier nicht zum Kurti machen!“


Seit einigen Jahren wird der 30. April von Umweltverbänden als „Tag des Wolfes“ begangen! Diesen Aktionstag nimmt das Forum Natur zum Anlass, um einen neuen Umgang mit dem Thema Wolf anzu-mahnen. „Das Erstarken der Wolfspopulationen in Deutschland wird nur dann zu einer Erfolgsge-schichte des Naturschutzes werden, wenn die durch einige Umweltverbände betriebene Verklärung dieser Tierart einer realistischen und pragmatischen Herangehensweise weicht“, stellte der Vorsit-zende des Forum Natur, Gernot Schmidt, fest. Dazu gehöre auch emotional abzurüsten. Weder Pa-nikmache vor dem Wolf, noch das Umfunktionieren des Raubtieres zu einem Schoßhund für die ur-bane Spendenklientel seien die Lösung.
Das Forum Natur plädiert daher zu aller erst für einen ehrlichen Umgang mit den Fakten. Seit rund fünfzehn Jahren erzählten nunmehr zumeist selbsternannte Wolfsexperten allerhand Märchen rund um den Wolf. „Zuerst wurde versichert, dass der Wolf ein scheues Tier sei. Dann wurde behauptet, dass der Wolf maximal das ein oder andere Schaf, aber niemals Rinder oder gar Pferde angehen würde. Und schließlich wurde ein Kontakt mit Hunden oder gar Spaziergängern als böswillige Unter-stellung von Panikmachern abgetan. „Dass nunmehr ein Wolf gezeigt hat, dass er die Aussagen von Wolfsexperten lügen straft, ist weder verwunderlich noch überraschend“, schlussfolgert Schmidt. Es sei kein Fortschritt, dass das eine Extrem, nämlich jeden bis 1992 auftretenden Wolf konsequent zu schießen, nun durch das gegenteilige Extrem, der völlig unkontrollierten Ausbreitung, ersetzt wurde.
Angesichts der Tatsache, dass in dieser Woche deutschlandweit nun erstmalig ein Wolf entnommen werden musste, werde deutlich, dass das jahrelange Leugnen von sogenannten „Problemwölfen“ in die Irre führe. „Wir gratulieren dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel zur vollzoge-nen Entscheidung und nehmen mit Respekt zu Kenntnis, dass ein „grüner“ Minister nun offenbar zu den notwendigen Einsichten gekommen ist.“ Gleichzeitig verdeutliche der Fall aber den Handlungs-bedarf für das wolfreichste Bundesland Brandenburg. „So wie in den meisten europäischen Ländern, in denen Wölfe vorkommen, muss es neben dem Wolfsmanagement auch für Brandenburg eine wildökologische Raumplanung geben in der bestimmt wird, wo Wölfe toleriert werden und wo sie nichts zu suchen haben“, fordert Gernot Schmidt. Noch hätten wir genügend Zeit, in aller Ruhe und Sachlichkeit diejenigen Entscheidungen zu treffen, die bei einem weiteren Anwachsen der Wolfspo-pulationen unausweichlich sein werden. Das ist die eigentliche Botschaft zum Tag des Wolfes!