„Acht-Punkte-Plan“ zum Umgang mit dem Wolf

„Acht-Punkte-Plan“ zum Umgang mit dem Wolf

Das Ende der Geduld ist erreicht:
Verbände legen „Acht-Punkte-Plan“ zum Umgang mit dem Wolf vor und fordern das Zurückziehen des Wolfsmanagementplans

Wendorff: „Der Wolf ist in Brandenburg unumkehrbar angekommen, die Verwaltung offenbar nicht! Das zukünftige Wolfsmanagement muss langfristig auch auf ein aktives Bestands- und Konfliktmanagement ausgerichtet sein!“

Die Verbände im ländlichen Raum zeigen sich vom Inhalt des vom Umweltministerium in Umlauf gebrachten Wolfsmanagementplans entsetzt. „Wir waren das erste deutsche Bundesland mit einem eigenen Wolfsmanagementplan. Und selbst der zweite Managementplan, trotz eines Kapitels ungelöster Probleme, war wenigstens noch ein Managementplan. Nun wird eine Loseblattsammlung bereits bestehender Verordnungen und Informationen als Grundlage für die Evaluierung zusammengeheftet: ziellos, visionslos, kraftlos.“, fasst Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes und Vorstand im Forum Natur, den Eindruck der Verbände zusammen.
In einem „Acht-Punkte-Plan“ haben die Verbände nunmehr eine Reihe von Zielen und Forderungen für ein zukünftiges Wolfs- und Konfliktmanagement zusammengefasst, die sie als Voraussetzung für die Gespräche im September verstehen. Für die Verbände ist unmissverständlich klar, dass es auf Basis des Papiers des Umweltministeriums keine erfolgreiche Verhandlung des brandenburgischen Managementplans geben kann. Für besonderes Unverständnis sorgt unter den Landnutzern, dass der Minister beim letzten Bauerntag in seiner Rede festgestellt hatte, dass für ihn „der günstige Erhaltungszustand des Wolfes in Brandenburg erreicht sei. Wenn nunmehr wenige Wochen später ein Papier das Ministerium verlässt, in dem exakt das Gegenteil festgehalten werden soll, müsse man sich die Frage stellen, ob sich hier eine Verwaltung verselbstständigt hat.
Darüber hinaus zeigen sich die Verbände im Forum Natur zutiefst empört von den in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Rissprotokollen zweier Wolfsübergriffe in der Prignitz. Am 29. und am 30. Juli hatten mehrere Wölfe die nach Brandenburger Wolfsverordnung aufgestellte Schutzvorrichtung mehrfach überwunden und dabei trotz zertifizierter Herdenschutzhunde drei Schafe gerissen. Auch der Rissgutachter geht zweifelsfrei von Wolfsübergriffen aus, unterstellt dem betroffenen Schäfer jedoch in seinem Protokoll, dass er die toten Schafe möglicherweise nachträglich in die wolfsgesicherte Umfriedung verbracht haben könnte.

„Ich stelle mich in aller Entschiedenheit vor unsere Weidetierhalter“, erklärt Wendorff. Die Verbände im ländlichen Raum werden es nicht akzeptieren, wenn „Wolfsbotschafter“ großer Naturschutzorganisationen in Personalunion als Gutachter des Landes auftreten und mit plumpen Un-terstellungen versuchen, unsere Tierhalter zu diskreditieren. „Wenn man NABU Wolfsbotschafter zu Rissgutachtern macht, kann man den Dackel auch zum Sicherheitsbeauftragen für die Pausenbrote unserer Kinder ernennen“, stellt Wendorff klar. Dieser Widerspruch ist eine Provokation und erfordert ein unverzügliches Eingreifen der Verantwortlichen. Es muss sofort sichergestellt werden, dass die Rissbegutachtung unvoreingenommen stattfindet und staatlich bestellte Rissgutachter einen hinreichenden Sachkundenachweis vorweisen können.

Ansprechpartner: Gregor Beyer, Geschäftsführer (+49 151 22655769)

Anlage:
„Acht-Punkte-Plan“ für ein aktives Bestands- und Konfliktmanagement – Zukunft für Mensch, Wolf und Weidetier!

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Grünbrücken – Forum Natur beklagt katastrophale Fehlplanung der Naturschutzverwaltung

Grünbrücken – Forum Natur beklagt katastrophale Fehlplanung der Naturschutzverwaltung

Achtung: „Glosse“ 😉

„Wir verstehen uns in erster Linie als „Brückenbauer“, weil wir es sind, die die Brücken zwischen Schutz und Nutzung in unserer Umwelt schlagen“, sagt Gregor Beyer, Geschäftsführer des Forum Natur Brandenburg und ausgewiesener Naturfreund. Und ergänzt: „Und deshalb tut es uns weh, wenn wir mitansehen müssen, wie durch nicht ausreichende Schaffung von sicheren Übergängen über stark befahrene Straßen gerade auch Wölfe ihr Leben lassen müssen.“

Damit spielt er an auf die gestrige stundenlange Vollsperrung des nördlichen Berliner Rings, weil dort ein Wolf auf dem Weg nach Berlin bei der Fahrbahnquerung angefahren worden war, schwer verletzt erst die in seinem Falle geltenden besonderen Verwaltungsprozeduren über sich ergehen lassen musste, bis er auf amtstierärztliche Entscheidung zur Erlösung von seinen stundenlangen Qualen endlich eingeschläfert werden konnte. „Unerträglich für jeden, der ein Herz für Tiere hat“, so Beyer.

Alle Welt spreche vom Glück der Rückkehr des Wolfes in seine angestammte Heimat. Man heiße den Wolf willkommen, freue sich über seine rasche Vermehrung und Ausbreitung bis in die großen Städte. Gleichzeitig verwehre man diesem wunderbaren Großraubtier aber den erforderlichen Mindestschutz im öffentlichen Verkehr. „Wieso wird gerade an Grünbrücken für den Wolf über den Berliner Ring gespart?“, empört sich Beyer. „Es ist doch ein Skandal, dass insbesondere Wölfe, die nach Berlin wollen, ihr Leben auf dem Berliner Ring verlieren, weil man ihnen die erforderlichen Wolfsbrücken verwehrt. Wir sehen ein totales Versagen der Naturschutzverwaltung.“

Speziell in Brandenburg flössen immer wieder Abermillionen Euro in zahllose Grünbrücken für allerlei nicht besonders geschütztes Getier, das dann Autobahnen und große Straßen auf großzügig und mit allem erdenklichen Komfort ausgestatteten „roten Teppichen“ gefahrlos queren könne. Die besonders gefährliche Überquerung des Berliner Rings aber spare man aus. Äußerst bedauerliche Folge seien dann eben jene traurigen, aber vermeidbaren Unfälle mit Todesfolge. „Unverantwortliche Tieropfer“, kritisiert Beyer diesen Umgang mit strengst geschützten Lebewesen.

Nicht hinnehmbar auch, dass man – im Gegensatz zur Landbevölkerung – den urbanen Berliner Kreisen die mittlerweile zahlreichen und besonders eindrucksvollen unmittelbaren Näheerlebnisse mit dem in Europa einzigartigen Raubsäuger verwehre. Just der städtischen Klientel, deren Unterstützung für den Wolf mittlerweile eine hochprofitable Industrie des organisierten Naturschutzes zur Blüte gebracht hat, enthalte man den direkten Kontakt mit dem Tier vor.

„Das ist äußerst bedauerlich,“ so Beyer weiter. „Denn der unmittelbare persönliche Eindruck ist eben durch nichts zu ersetzen.“ Die üblichen Youtube-Filmchen oder Klebesticker der Naturschutzverbände seien das Eine. „Die Vorstellung eines frei umherziehenden ausgewachsenen und Nahrung suchenden Wolfs auf dem Spielplatz im Volkspark Prenzlauer Berg, also die wahre Natur, ist dagegen etwas ganz Anderes. Sollen unsere Kinder die Umwelt nur durch Konserven wahrnehmen oder verschaffen wir ihnen so echte wie nachhaltige Eindrücke, die die Kinder oder auch ihre Eltern nie vergessen?“, so die rhetorisch gemeinte Frage des Experten. „Nächtliches Wolfsgeheul aus dem Tiergarten am Brandenburger Tor – das wäre es, was ich mir sehnlichst wünschte“, so Beyer. „Denn dann hätten wir es wirklich geschafft“.

UMK muss beim Wolf die Handlungsunfähigkeit überwinden!

UMK muss beim Wolf die Handlungsunfähigkeit überwinden!

Schmidt: „Die Politik wiederholt beim Wolf dieselben Fehler, die sie schon bei Kormoran und Biber gemacht hat.“
Wendorff: „Brandenburg ohne Wolfsmanagementplan ist eine politische Bankrotterklärung sondergleichen!“
Wellershoff: „Ohne ein aktives Wolfsmanagement gibt es keine Akzeptanz für den Wolf!“

Anlässlich der am heutigen Mittwoch beginnenden Umweltministerkonferenz (UMK) weisen die Mitgliedsverbände im Forum Natur Brandenburg auf den dringenden Handlungsbedarf für eine Neuordnung des Wolfsmanagements im Bund wie auch im Land hin. Der Bund ist aufgerufen, schnellstmöglich eine Reihe von rechtlichen Fehljustierungen zu korrigieren, die sich aus der Umsetzung der FFH-Richtlinie in nationales Recht ergeben. „Wenn der Bund die Länder weiterhin alleine lässt und ihnen nicht den notwendigen Handlungsspielraum für ein aktives Wolfsmanagement gibt, wird die Rückkehr der Wölfe in einem Desaster für den Wolf und die Weidetierhaltung enden“, stellt Gernot Schmidt, Vorsitzender im Forum, mit Verweis auf die dramatisch ansteigende Zahl von Nutztierrissen klar. Dass die Politik dabei dieselben Fehler wiederhole, die sie schon bei Kormoran und Biber gemacht habe, sei besonders unverständlich.

Die Verbände begrüßen in diesem Kontext ausdrücklich das am Anfang der Woche von 19 Organisationen unter Federführung des „Aktionsbündnisses Forum Natur“ vorgestellte Papier für einen gemeinsamen Aktionsplan Wolf. Dirk Wellershoff, Vorstand im Forum Natur und Präsident des Landesjagdverbandes, weist darauf hin, dass die betroffenen Landnutzerverbände in Brandenburg ihre Hausaufgaben vollumfänglich gemacht haben. „Die unterstellte Selbstregulierung des Wolfsbestandes in unserer Kulturlandschaft ist eine von Fehleinschätzungen geleitete Utopie. Ein langfristiges Miteinander von Mensch, Wolf und Weidetierhaltung wird nur mit einer Bestandsregulierung des Wolfes möglich sein. Der einstimmige Beschluss unserer Delegiertenversammlung für eine Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht ist das Signal der brandenburgischen Jäger, dass sie ihren Teil der Verantwortung für ein nachhaltiges Wolfsmanagement schultern wollen. Nun müssen die Behörden auf allen föderalen Ebenen nachziehen und neben der finanziellen Unterstützung für Maßnahmen zum Herdenschutz und der Regulierung von Schäden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Bestandsmanagement schaffen!“ Wellershoff weist ausdrücklich darauf hin, dass man dabei auf einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs zur Frage eines angemessenen Wolfsbestandes für Brandenburg Wert lege.

Gleichsam lenken die Verbände im ländlichen Raum den Blick auf das völlige Erliegen des brandenburgischen Wolfsmanagements. Dass das Scheitern des letzten Wolfsplenums im vergangenen Jahr nunmehr um ein Scheitern des gesamten Wolfsmanagements ergänzt werde, sei ein Armutszeugnis für die Landespolitik. „Brandenburg, das als erstes deutsches Bundesland bereits 1994 ei-nen Wolfsmanagementplan hatte, ist mittlerweile zum einzigen „Wolfsland“ geworden, das keinen gültigen Managementplan mehr hat. Das ist eine politische Bankrotterklärung sondergleichen“, stellt Henrik Wendorff, Vorstand im Forum Natur und Präsident des Landesbauernverbandes, klar. „Minister Vogelsänger muss seiner Aussage, dass der günstige Erhaltungszustand des Wolfs er-reicht sei, nun endlich Taten folgen lassen und eine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen! Neben der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht muss auch die Anpassung seines Schutzstatus auf europäischer Ebene Ziel einer solchen Initiative sein.“

Ansprechpartner: Gregor Beyer, Geschäftsführer (+49 151 22655769)
Hintergrund: Aktionsbündnis Forum Natur: „Gemeinsamer Aktionsplan Wolf – Rückkehr des Wolfes geht nur mit Akzeptanz und Regulierung“

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Weltbienentag vereint Landwirte und Imker

Weltbienentag vereint Landwirte und Imker

Der 20. Mai wurde als „Weltbienentag“ ins Leben gerufen. Imker, Landwirte und die Landnutzer generell wissen, dass die Bienen für die menschliche Ernährung die drittwichtigste Nutztierart nach Rindern und Schweinen sind. Dabei steht nicht nur der allen bekannte Umstand im Fokus, dass Bienen Honigproduzenten sind, vielmehr ist es die Bestäubungsleistung der fleißigen Insekten, die auch aus den ökologischen Gesamtzusammenhängen heraus essentiell für die gesamte Landnutzung ist.

Bienenstöcke weltweit

Das Forum Natur begrüßt es daher außerordentlich, dass der Weltbienentag zu einer umfassenden Befassung mit dem Bienen- und Insektenschutz führt. Gerade auch diese Debatte ist geprägt von Missverständnissen und Halbwahrheiten, die der Sache nicht gut tun. So ist es beispielsweise gerade die Honigbiene, deren Bienenstöcke nach Angaben der „Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen“ weltweit seit Jahren zunimmt, während viele Wildbienenarten drastische Bestandsrückgänge zu verzeichnen haben. So ist in Europa ungefähr jede zehnte Wildbienenart vom Aussterben bedroht und bei mehr als der Hälfte der Arten gibt es keine verlässlichen Daten zu den Beständen. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Bienenstöcke in Deutschland seit den 80ger Jahren aber drastisch ab. So rafft die gerade mal 1,7 Millimeter kleine Varroamilbe im Winter immer wieder zahlreiche Bienenvölker dahin.

Bienenstöcke in Deutschland

Dass unsere Honigbiene dennoch nicht in akuter Gefahr ist, ist das Verdienst der Imker, denn die Völker lassen sich nachzüchten. „Die Honigbiene wird das letzte Insekt sein, das ausstirbt“, stellte daher kürzlich Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, in einem Interview klar. „Sie ist nicht bedroht, solange es Imker gibt.“ Notwendig ist daher der Schutz und die Förderung der Imkerei als eine der genauso klassischen wie essentiellen Formen der Landnutzung. Gleichzeitig müssen wir die Landnutzung, insbesondere die Agrar- und Forstwirtschaft so gestalten, dass sowohl die Honigbienen, wie auch die Wildbienenarten einen Lebensraum vorfinden, der ihre Existenz nachhaltig sichert.

Dieser Aufgabe widmet sich auch das Forum Natur mit seinem Blühflächenprogramm. Alleine in diesem Jahr haben sich über 60 Landwirtschaftsbetriebe bereit erklärt Blühflächen anzulegen und werden beim Saatgutkauf mit einem Förderprogramm des Forums unterstütz. Voraussetzung für die Förderung ist die Abstimmung der Anlage der Flächen mit dem örtlichen Imker und dem zuständigen Jagdpächter; denn nur in der Zusammenführung des Wissens und der Erfahrung in der Bewirtschaftung der Kulturlandschaft liegt der Erfolg für eine bewahrte Umwelt!

Da das Programm aus Spenden finanziert wird, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Haben Sie Interesse?

Über eine Onlinespende freuen wir uns!

Wir machen die Landschaft bunt!

Wir machen die Landschaft bunt!

Landnutzer rufen zu einer Spendenaktion für Blühflächen in Brandenburg auf

Teltow, 11.04.2018. Über 70 Landwirte legten im vergangenen Jahr freiwillig artenreiche Blühflächen an und verzichteten damit auf Einnahmen aus der Bewirtschaftung dieser Areale. In diesem Jahr haben bereits 30 weitere Bauern ihre Bereitschaft zur Mitwirkung erklärt. Damit Blühflächen flächendeckend angelegt werden können, müssten Sie als Agrarumweltmaßnahme endlich förderfähig werden. Da sich die Brandenburger Landesregierung in dieser Frage jedoch als einziges Bundesland verweigert, rufen der Landesbauernverband Brandenburg sowie die im Forum Natur Brandenburg organisierten Landnutzerverbände die Öffentlichkeit für das Jahr 2018 zu einer Spendenaktion für Blühflächen auf.

Das Saatgut für einen Hektar Blühfläche kostet zwischen 80 Euro und 200 Euro, je nachdem ob es sich um eine einjährige oder mehrjährige Blühmischung handelt. Die Zusammenstellungen tragen klangvolle Namen, wie „Brandenburger Bienenweide“ oder „Nektar und Pollen“. Blühflächen am Feldrand sind Lebensraum für viele wild lebende Tiere. Die bunte Farbenpracht ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet auch Nektar und Pollen für Bienen und andere Insekten. Die Pflanzensamen bilden die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Vögel. Reptilien und kleine Säuger nutzen Blühstreifen als Unterschlupf. Feldhase, Wachtel und Rebhuhn finden hier Nahrung und Deckung vor Greifvögeln. Indem Blühflächen vielen Tierarten als „Straßen“ dienen, vernetzen sie Lebensräume und Biotope.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Tino Erstling, Pressesprecher, Tel. Nr. +49 (151) 12 21 86 92

So funktioniert es:
Sie spenden einen Betrag ihrer Wahl unter Angabe des Stichwortes „Blühpate“ auf das unten genannte Spendenkonto. Von den Spendengeldern erhalten die Brandenburger Landwirte, die freiwillig einen Teil ihrer Flächen zur Verfügung stellen, einen Zuschuss für die Saatgutkosten.

Spendenkonto
Kontoinhaber: Forum Natur Brandenburg e.V.
Deutsche Bank AG Potsdam
IBAN: DE25 1207 0024 0016 4558 00
BIC: DEUTDEDB160

Nähere Informationen unter: http://forum-natur-brandenburg.de/bluehflaechen

Die Presseinformation zum download

Erneut landesweite Wolfswachen in Brandenburg

Erneut landesweite Wolfswachen in Brandenburg

Erneut landesweite Wolfswachen in Brandenburg Verordnung anwenden – Gesetze ändern!

Die im Forum Natur organisierten Verbände unterstützen die zweite landesweite Nacht der Wolfs-wachen am 09. März, bekunden ihre Solidarität mit den Tierhaltern und fordern: Überall, wo Wölfe in menschliche Siedlungen vordringen oder Weidetiere gefährden, müssen sie in Zukunft bejagt werden können.

Machen Sie mit!

Freitag, 09.03.2018, ab 18:00 an den nachfolgenden 21 Orten:

19357 Birkholz (PR), 19336 Lennewitz (PR), 14715 Spaatz (HVL), 16845 Michaelisbruch (OPR), 16866 Teetz (OPR), 16792 Wesendorf (OHV), 17291 Zollchow (UM), 15320 Großbarnim (MOL), 15518 Rauen (LOS), 15898 Wellmitz (LOS), 03130 Jämlitz (SPN), 03096 Guhrow (SPN), 03205 Craupe (OSL), 04916 Polzen (EE), 15910 Leibsch (LDS), 14550 Krielow (PM), 13469 Lübars (B), 15859 Rieplos (LOS), 14943 Stülpe (TF), 14943 Rönnebeck (OPR), 14552 Stücken (PM)

Eine Karte der genauen Standorte finden Sie unter: www.BrandenburgWolf.de Ende vergangenen Jahres hat das zuständige Ministerium erstmalig in einem deutschen Bundesland eine „Wolfsverordnung“ auf den Weg gebracht. Diese sollte bisher aufwändige Verfahren auf der Ebene der Land-kreise vereinfachen und zu beschleunigten Entscheidungen für den Umgang mit Wölfen führen. Nachdem erste Anträge nach dieser Verordnung gestellt sind, müssen die Verbände im ländlichen Raum feststellen, dass sich bislang keinerlei Veränderung in der Situation ergibt. Weder gibt es fachliche Reaktionen, noch praktisches Handeln von Seiten der Landesverwaltung. Vielmehr steigen mit der Zahl der Wölfe auch die Zahl der Angriffe auf Weide- und Haustiere dramatisch an. Aktuell sind selbst Übergriffe auf Haustiere innerhalb des Siedlungs-bereiches zu verzeichnen. Mit der gerade begonnenen Abkalb- und Ablammsaison wird sich diese Situation in den kommenden Wochen weiter verschärfen. Alles das geht mit einem rapiden Verlust für die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung einher. Die Verbände fordern daher:

 

  • Der strenge Schutzstatus des Wolfs im Europäischen Naturschutzrecht muss gelockert werden, weil die Art längst nicht mehr gefährdet ist, aber ihrerseits die extensive Weidehaltung bedroht.
  • Der Wolf muss mit einer Jagdzeit und festzusetzenden Quoten zur Entnahme in das deutsche Jagd-recht aufgenommen werden, so dass die Zahl der Wölfe reguliert werden kann.
  • Wo Wölfe Schaden anrichten, müssen sie durch Schutzjagden nach schwedischem Vorbild zurückge-drängt werden.
  • Wenn Wölfe Weidetiere angreifen, muss die Wolfsverordnung Tierhaltern und Jägern das Recht zubil-ligen, diese zur Abwendung der Gefahr zu töten.
  • Im Wolfsmanagementplan müssen „Schutzgebiete“ (z.B. Naturreservate, Truppenübungsplätze, Tage-baukippen) definiert werden, in die der Wolf sich zurückziehen kann.